Nadine Bernecker verabschiedet

Nach knapp vier Jahren Dienststellenleitung in der Diakonischen Bezirksstelle Ditzingen und weiteren Aufgaben im Kreisdiakonieverband (KDV) Ludwigsburg wurde Nadine Bernecker am 23. April verabschiedet. Sie übernimmt im Diakonischen Werk Württemberg die Stelle der „Referentin für Bezirks- und Kreisdiakoniestellen“.

Dekan Zimmermann begrüßte die online Anwesenden mit den Worten: "Es ist zum Heulen – nicht bloß, dass Frau Bernecker geht. Wir hätten Sie auch gerne gebührend – mit großem Bahnhof – verabschiedet. Coronabedingt müssen wir nun eben auf einen 'virtuellen Bahnhof' zurückgreifen."

Nadine Bernecker war – so Zimmermann – nach dem Wechsel ihrer Vorgängerin Simone Schächterlle „ein Glücksgriff für den Kirchenbezirk Ditzingen – oder ich kann auch mit Dank an Herrn Strecker sagen: Eine Glückssendung oder Glücksschickung“. Ein nahtloser Übergang war möglich dank der Zugehörigkeit zum Kreisdiakonieverband Ludwigsburg und seiner Trägerschaft der Diakonischen Bezirksstelle.

Mit unglaublichem Fleiß, großer Umsicht und Führungsqualität arbeitete sich Nadine Bernecker an ihrer neuen Stelle ein. Der Spagat zwischen Ludwigsburg, wo sie im KDV wichtige Arbeitsfelder abdeckte, und Ditzingen war für Ditzingen nie nachteilig, im Gegenteil: „wir haben hier ein breites Angebot von Diensten“. Selbst während der Coronakrise kam nichts zum Erliegen, weil von ihr so manches einfach neu oder anders organisiert wurde.

Der „Strohgäuladen“, die Ditzinger Tafel, lag ihr besonders am Herzen. Trotz Personalwechsel durch Ruhestände „läuft der Laden“. Die Leute kommen. Sie finden Unterstützung. Und wie es in der Zukunft weitergehen kann, hat sie vorausgedacht und Impulse gegeben.
Bei der Fusion der Kirchenbezirke Vaihingen und Ditzingen – vor allem in der AG Diakonie, die mehrmals tagte und anfänglich etwas holperte (wie anders hätte es denn auch sein können) – war Nadine Bernecker mit ihrer Expertise eine wichtige und unverzichtbare Gesprächspartnerin. Die diakonische Arbeit im fusionierten Kirchenbezirk durch die beiden Diakonischen Bezirksstellen Vaihingen und Ditzingen und ihre Mitarbeitenden ist ein wichtiger kirchlicher Beitrag hinein in die Gesellschaft.

Nadine Bernecker hat eine unglaublich geschickte Hand bewiesen im Akquirieren von Zuschüssen und Geldern und wurde nicht müde, Anträge zu stellen. Sie hat klar ihre Vorstellungen kommuniziert, umgesetzt und ging auch schwierigen Situationen nach und führte Klärung herbei.
Schon um 7.30 Uhr brannte das Licht in ihrem Büro und saß sie am Schreibtisch. Ein „Energiebündel“ sei sie, ohne ihre Mitarbeitenden durch ihr persönlich hohes Engagement unter Druck zu setzen. Die letzten Wochen nützte sie, sorgfältig die Übergabe vorzubereiten und noch zum Abschluss zu bringen, was möglich war, aber auch was weiterbetrieben werden muss oder ansteht, den zurückbleibenden Mitarbeiterinnen zu dokumentieren.

Die Verantwortlichen und ihre Mitarbeitenden lassen Frau Bernecker nur schweren Herzens ziehen. Sie wird vermisst werden – auch mit Ihrer freundlichen und den Menschen, ihren „Klienten“ zugewandten Art. Viele fanden in ihr eine hilfreiche und weiterhelfende Person, wenn sie mit ihren vielfältigen Nöten und Sorgen zu ihr in die Beratung kamen.

„Vielen, großen, herzlichen Dank für all Ihren Einsatz. Gottes Segen für das Neue, das auf Sie zukommt“. So schloss Dekan Zimmermann seine Dankesworte an Nadine Bernecker. „Und wenn Sie vielleicht das eine oder andere Mal ins Straucheln kommen mögen – lassen Sie sich erinnern an die Liedstrophe, die heute im Losungsbüchlein steht: Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn alle Zeit, den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit… Sie haben ihn an der Seite. Von daher können Sie getrost sein. Und nehmen Sie als Wort auf den Weg die letzte Strophe dieses Liedes aus dem Dreißigjährigen Krieg mit:
Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht."